"Ich bin der Schatz fürs Leben"

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker begraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles was er besaß, und kaufte den Acker." (Mt.13,44)

   

Die Kommunionkinder stellen sich vor:

Vordere Reihe von links nach rechts: Samira Stöcklein, Julia Krapf, Anna Wirsching, Samantha Jansen

Hintere Reihe von links nach rechts: Daniel Dotzel, Jannik Moller, Samuel Schmitt, Mika Heider

Freundschaft mit Jesus geschlossen

 

„Ich bin dein Freund“ Unter diesem Motto feierten elf Kinder aus Stammheim und Lindach ihre Erstkommunion in der St. Bartholomäus-Kirche in Stammheim. Pfarrer Andreas Engert, der den feierlichen Gottesdienst zelebrierte betonte in seiner Predigt, dass man immer auf die Freundschaft Jesu vertrauen könne, dass eine Freundschaft aber auch immer auf einem Geben und Nehmen beruhe. So lud er die Kinder ein, auch über den Tag der Erstkommunion hinaus die Freundschaft mit Jesus zu pflegen. Gemeindereferent André Christof, der die Kinder über mehrere Monate hinweg auf ihren großen Festtag vorbereitet hatte, bekräftigte dies mit dem französischen Sprichwort: „Wer keine Freunde hat, lebt nur zur Hälfte.“  Eine Festandacht am Abend und ein Dankgottesdienst am nächsten Morgen rundeten die Feierlichkeiten zur Erstkommunion ab. Unser Bild zeigt die Kommunionkinder aus Stammheim und Lindach mit Pfarrer Andreas Engert (hinten links) und Gemeindereferent André Christof (hinten rechts): (Text u. Bild: Yvonne Bauer)

Vordere Reihe von links nach rechts: Emma Albert, Anna Beuerlein, Annika Niedermeyer, Lea Weissenseel Mittlere Reihe von links nach rechts: Niklas Klüpfel, Jeremy Kramny, Max Leixner Hintere Reihe von links nach rechts: Simon Dülk, Toni Wehner, Daniel Endres, Hannes Bauer

Glockenweihe in Lindach

 

Hoher Besuch: Generalvikar Karl Hillenbrand weihte die gestiftete Glocke unter Assistenz von Ortspfarrer Andreas Engert in der Antonius-Kirche zu Lindach. Auch der Glockenstifter, Werner Reisbeck, wirkte an der Segnung mit.Der Winzerort Lindach verfügt über drei Kirchen: die Dorfkirche St. Antonius aus dem 17. Jahrhundert im Ortszentrum, die gerne von Pilgern besuchte Marienkapelle in den Weinbergen aus dem Jahre 1987 und das aus der Echterzeit stammende älteste Gotteshaus des Ortes, die Maria-Schmerzkapelle, aus dem späten 16. Jahrhundert. Letztere steht am nördlichen Ortsrand. Hier handelt es sich um ein kulturgeschichtliches Kleinod, das den Bewohnern des Obstbaudorfes als Kriegergedächtnisstätte dient, in der kulturhistorisch sehenswerte und eindrucksvoll gestaltete Kunstwerke nachhaltig auf den Betrachter wirken. Nun hat sie eine neue Glocke. Manche Chronisten neigen der Ansicht zu, dass der Sakralbau in früheren Zeiten als Dorfkirche gedient haben könnte, was aber anderen Indizien zufolge nicht sehr wahrscheinlich ist. Das „Kappalla“, wie es im Volksmund genannt wird, hatte nachgewiesenermaßen in früheren Zeiten eine andere Bedeutung. So diente das kleine Gotteshaus bis ins 18. Jahrhundert als sogenannte Stationskapelle für Prozessionen, die aus den nördlich gelegenen Dörfern kamen und den Kirchberg bei Volkach als Ziel hatten. An dieser Kapelle legten die Pilger dann stets einen Halt zu einem besonderen Gebetsanlass ein, ehe es dann wieder weiterging. Damals läutete in dem sechseckigen Dachreiter noch ein „helltönendes Glöcklein“, wie es in einer Ballade des Ortes heißt, das den Wanderern und Fuhrleuten in den dunklen Wintermonaten den Weg zumindest akustisch wies, wenn diese bei Nacht und Nebel noch über Land ziehen mussten.

Glocke wies den Weg

Dazu muss man wissen, dass der Fernweg, der heute im Maintal verläuft, in früheren Zeiten über die Höhenrücken des Maintales und somit durch die Ortschaft Lindach verlief. Diese Glocke wurde allabendlich um 19 Uhr von Martini im November bis Petri Stuhlfeier im Februar von einem Nachbarn geläutet. Der Klang der kleinen Glocke war dann für jene, die da noch unterwegs sein mussten, ein akustisches Zeichen, das ihnen die Wegfindung etwas erleichterte. Der Ortskundige wusste dann, wenn beispielsweise der Weg vom Nebel eingehüllt war, dass er sich im Ort Lindach befand, was ihm der bekannte Ton der Glocke anzeigte. Der Ortsunkundige hatte beim Klang der Glocke zumindest die Hoffnung, dass er sich nicht gänzlich in der dunklen unbekannten Landschaft verirrt hatte, weil er ein Dorf in der Nähe vermuten durfte. Man sprach vom Verirrtenläuten in Lindach, denn beim Klang der Glocke verirrt sich so leicht keine arme Seele in der dunklen Welt, wie in der Glockenweihezeremonie zu hören war. Im dritten Reich kam nun das bronzene Glöcklein abhanden. Es wurde vermutlich zu Kriegszwecken eingeschmolzen. Diesen kulturhistorischen Verlust wollte nun der Ortsbürger Werner Reisbeck beenden. Es war ihm eine Herzensangelegenheit, dass nun wieder eine Glocke im Türmchen dieser Kapelle läuten möge, deshalb spendete er ein neues bronzenes Glöcklein, das die Firma Perner aus Passau gegossen hat. Es hat die Inschrift „Ehre sei Gott in der Höhe“ und die Initialen des Spenders.

Zur Ehre der Gefallenen

Kein Geringerer als der Generalvikar der Diözese Würzburg, Karl Hillenbrand, erfüllte seinem Freund Werner den Wunsch, nach Lindach zu kommen, um die Glocke in einem feierlichen Gottesdienst zu weihen, an dem auch Ortspfarrer Andreas Engert als Konzelebrant teilnahm. In seiner Predigt gab der Generalvikar seiner Freude Ausdruck, dass die Kapelle wieder ein Glöcklein bekommt, zur Ehre der Gefallenen der Gemeinde und gleichzeitig als Mahnung an einen hoffentlich baldigen dauerhaften Frieden in der Welt, in unserem Land und in unseren Familien.Im Frühsommer des kommenden Jahres soll dann das Glöcklein im Türmchen der Dorfkapelle installiert werden. Dazu will man ein kleines Fest im Schatten der alten Kastanienbäume an der Kapelle abhalten. Zu welchen Gelegenheiten dann die Glocke erklingen soll, darüber wird man sich in der nächsten Zeit in den kirchlichen Gremien der Gemeinde noch konkret Gedanken machen. (Quelle: Mainpost 20.12.2012 Link)

 

 

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