Katholischer Deutscher Frauenbund Herlheim
ZV Herlheim
Weltgebetstag 2026 und Jahreshauptversammlung
Unser Frauenbund hat am 10. März die gesamte Dorfgemeinschaft aus Anlass des Weltgebetstages 2026 zur Andacht in die Pfarrkirche eingeladen.
Die nigerianischen Frauen haben in diesem Jahr den Gottesdienst vorbereitet unter dem Motto: „Kommt! Bringt eure Last“ in Anlehnung an das 11. Kapitel des Matthäusevangeliums.
Nigeria ist ein aufstrebendes Land mit einem Reichtum an Bodenschätzen wie Erdöl, Gas und Gold. In den Genuss dieses Reichtums kommen jedoch nur einige Wenige. Der Rest der Bevölkerung lebt in großer Armut. Das Land lässt sich aufgliedern in verschiedenartige Vegetationszonen: Da ist zum einen die karge und trockene Sahelzone im Norden, zum anderen ein fruchtbares Hochplateau im Nordosten und schließlich die Atlantikküste mit Mangrovenwäldern und langen Sandstränden im Süden. Entsprechend haben wir den Altar gestaltet.
Nigeria ist auch ein Land mit vielen Kulturen, Sprachen und Religionen und daraus resultierend auch mit vielen Spannungen und Konflikten. Die Lasten tragen zumeist die Frauen. Der viele Jahre lang andauernde Konflikt zwischen Hirten und Bauern ist inzwischen beigelegt und das Land wird wieder bewirtschaftet, insbesondere von Kleinbäuerinnen, die so zum Lebensunterhalt und zur Ernährung der Familie einen unermesslichen Beitrag leisten.
Institutionen wie Women & Youth Empowerment for Advancement & Health Initiative oder Center for Caring , Empowerment and Peace Initiative unterstützen die Frauen und Mädchen mit Saatgut und Dünger und bieten Kurse zur Aufklärung über die Rechte der Frauen an.

Leider ist die häusliche Gewalt an Frauen allgegenwärtig. Sexueller Missbrauch, Vergewaltigungen, Kinderehen und Genitalverstümmelung sind bitterer Alltag. Nur etwa die Hälfte der Frauen und Mädchen können lesen und schreiben oder haben je eine Schule besucht und enden bestenfalls als Hilfe im Haushalt. Hier bieten die o.g. Institutionen Hilfe für die Frauen an und ermöglichen ihnen mit einer Ausbildung als Näherin, Köchin oder im Computerwesen den Aufbau eines unabhängigen Lebens.
Eine ausführlichere Darstellung von Land und Leuten lässt sich in den gängigen Medien nachlesen.
Gemeinsam haben wir die Andachtstexte gelesen und die ausgesuchten Lieder mit Orgelbegleitung gesungen und unsere Fürbitten vorgetragen. Die Lebensgeschichte von 3 Nigerianerinnen hat zum Nachdenken veranlasst. Zu Beginn der Andacht haben alle Besucher einen Stein bekommen, der symbolisch für die Lasten und Sorgen steht, die wir täglich mit uns herumtragen. Diese Lasten durften wir mit dem Stein am Altar ablegen um Ruhe zu finden.
Das Highlight kam zum Schluss der Andacht: 8 unserer Mitgliedsfrauen sangen das alte afrikanische Kirchenlied „Siyahamba“, das aus der Zulusprache übersetzt so viel wie „Wir marschieren im Licht“ bedeutet. Rhythmisch
begleitet wurde der Gesang an der Cajón-Trommel von Hannes Braun.
Mit einem herzlichen Dankeschön an die Besucher für ihr Kommen und ihre Spende für die nigerianischen Frauen, dem Hinweis die Altargestaltung zu betrachten und unter dem großem Beifall für die Sängergruppe kam der Gottesdienst zum Ende.
Für die Mitglieder des Frauenbundes schloss sich nach der Andacht die Jahreshauptversammlung im Gasthaus Gutbrod an.
Ruth Rippstein hat durch die Tagesordnungspunkte geführt. Nach dem Gedenken an unsere verstorbenen Mitglieder verlas die Schriftführerin das letzte Protokoll und den Tätigkeitsbericht 2025, die Schatzmeisterin erläuterte die Ein- und Ausgaben und den Kassenstand zum 31.12.2025. Die Kassenprüferinnen betonten die vorbildliche Buchführung, hatten keine Einwände und baten um Entlastung des Vorstandsteams. Diese erfolgte einstimmig. Im weiteren Verlauf wurden die Anwesenden u.a. über die geplanten Aktivitäten und Veranstaltungen im Jahresverlauf und über diverse Internas informiert.
Mit einem Dank an alle Helfer und Unterstützer unseres Frauenbundes konnte schließlich einvernehmlich die Versammlung geschlossen werden.
Feine Speisen, gute Gespräche, angeregte Diskussionen und ein gemütliches Miteinander trugen zum gelungenen Abschluss des Tages bei.
gez. Ingrid Mannl
Katholischer Deutscher Frauenbund, ZV Herlheim
Kaffee-Nachmittag
Dem vielfach geäußerten Wunsch unserer Frauen auf ein paar gemeinsame gemütliche Nachmittagsstunden sind wir gerne nachgekommen. Wir haben die Idee aufgegriffen und zu einem Kaffee-Nachmittag am 5. November ins Sportheim eingeladen.
Die Kaffeetafeln waren einladend gedeckt... ein Kuchenbüfett mit feinen Kuchen und köstlichen Torten stand für die Frauen bereit... der Duft von frisch gebrühtem Kaffee lag in der Luft… ein lieber Willkommensgruß für die Gäste.
Wir waren sehr angetan, dass auch alle angemeldeten Frauen gekommen sind. Sie wurden von Ruth Rippstein herzlich begrüßt u.a. mit dem Tenor in unserem Diözesanverband: „ Wenn zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, dann bin ich mitten unter ihnen“.
Gerade als sie allen ein paar schöne entspannte Stunden gewünscht hatte ging die Tür auf und Hannes kam mit seiner Blockflöte und seinem Opa Erwin als Überraschungsbesuch. Der kleine Hannes wollte ein Kinderlieder-Potpourri auf der Flöte zu unserer Kaffeestunde vortragen und uns Frauen damit eine Freude bereiten.
Man muss sagen, es ist ihm bestens gelungen. Mit großem Applaus wurde der kleine Musikant verabschiedet.

Im weiteren Verlauf haben wir genussvoll den verlockenden Köstlichkeiten zugesprochen. Es fand sich ausreichend Gelegenheit zum Gesprächsaustausch und zur Erfahrung der allerneuesten Neuigkeiten. Es war kein Platz für Langeweile und im Nu waren die Stunden vergangen.
Gedenkstunde am Kriegerdenkmal
Am Rande wollen wir noch mitteilen, dass auch die Fahnenabordnung des Frauenbundes wieder an der Gedenkstunde zum Volkstrauertag am Kriegerdenkmal teilgenommen hat.
Es war eine sehr feierliche Atmosphäre, die mit der Anwesenheit eines Kommandos der Volkacher Bundeswehrsoldaten eine besondere Bedeutung erlangte. Die mahnenden Worte, dass der Frieden der Welt in der heutigen Zeit mehr denn je in gefährliche Richtungen abgleitet, sollten uns alle nachdenklich stimmen. Die Ehrerweisung für alle gefallenen und vermissten Soldaten brachte eine Kranzniederlegung zum Ausdruck.

Das i-Tüpfelchen der Feierstunde waren einmal mehr die Herlheimer Musikanten, die mit den Musikstücken und der Nationalhymne der Feier den würdigen Rahmen verliehen haben.
Zu guter Letzt sagen wir allen, die unseren Frauenbund durch das Jahr auf vielfältige Weise unterstützt haben, ein herzliches Dankeschön.
Der gesamten Dorfgemeinschaft wünschen wir eine ruhige, beschauliche Adventszeit, ein friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Start ins Neue Jahr.
gez. Ingrid Mannl


